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Gerecht oder ungerecht?

Von: Jusos Eschweiler 25. November 2007 Keine Kommentare

Ein Kommentar von Anik Beckers

Arbeit. Solange es denn Mensch gibt arbeitet er. Von der Antike über das Mittelalter bis hin zu unserer Zeitrechnung gehört die Arbeit zum Alltag des Menschen. Natürlich ist die Zahl der Berufe, die man erlernen bzw. ausüben kann, im Laufe der Zeit enorm gestiegen. Doch egal wie viele Berufe gekommen sind, die Arbeit ist geblieben.

Seit der Mensch das Geld erfunden hat, ist er in der Lage die Arbeitskraft eines anderen zu kaufen um die ggf. unangenehme Arbeit nicht selbst auszuüben. Die goldene Regel hieß und heißt heute noch: Je mehr du arbeitest, umso mehr Geld bekommst du. Daran dürfte sich nicht viel geändert haben.

Auch ich vertrete durchaus die Meinung, das jemand der hart und ehrlich arbeitet, egal welchen Beruf er oder sie ausübt, dementsprechend entlohnt wird, um die Arbeit auch gebührend zu würdigen. Ich finde es jedoch eine soziale Ungerechtigkeit, wenn einige zu viel verdienen und der Verdienst nicht im Verhältnis zur erbrachten Leistung steht. Im Klartext: Wenn Politkiker (auch aus unseren Reihen!!!) oder Top-Manager mehrere 1000 oder gar Millionen pro Jahr verdienen, während viele Bürger täglich mit Hartz 4 kämpfen müssen, dann ist etwas faul im Staate Deutschland! Und wenn ausgerechnet eine Partei wie die SPD so etwas toleriert und ggf. unterstützt dann ist auch in der SPD etwas faul!

Gerade die Partei in Deutschland, die sich Gerechtigkeit für alle auf die Fahnen geschrieben hat, begrüsst einen Vorschlag das Politiker noch mehr Gehalt erhalten. Laut meinen Wissen entspricht dies nicht den Grundsätzen der SPD!

Doch bevor ich weiterschreibe eine Frage an alle: Hätten wir in der Situation vielleicht nicht genauso gehandelt? Man muss klar sagen, es wäre ein Vorteil für uns. Doch diese Frage muss jeder für sich beantworten. Dennoch appelliere ich an alle Politiker der SPD, in Zukunft bei solchen Vorschlägen oder Absichten zuerst auf ihr Gewissen zu hören und an ihre politischen Absichten zu denken.

Anik ist stellv. Vorsitzender der Jusos im Stadtverband Eschweiler. Ihr erreicht ihn über anik.beckers@jusos-eschweiler.de.

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