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“Gute Arbeit“ im Juso-Stadtverband Eschweiler

Von: Jusos Eschweiler 26. Juni 2008 Keine Kommentare

Für die Eschweiler Jusos aus NRW begann alles Anfang dieses Jahres, als sie sich zu einer Klausurtagung im malerischen Mendig in der Nähe des Klosters Maria-Laach (Rheinland-Pfalz) einfanden, um ihre Aktivitäten für 2008 zu planen. Einer der Schwerpunkte dieser Klausurtagung war dabei, die Initiative des DGB Gute Arbeit in das Tätigkeitsfeld der Jusos in Eschweiler zu integrieren. Ausgangspunkt war hierbei die Formulierung allgemeiner Kriterien, was „gute Arbeit“ sei – ausgehend von individuellen Vorstellungen wie ein gerechter Lohn und ein angenehmes Arbeitsklima.

Aus dieser Bewusstwerdung, wie wichtig „gute Arbeit“ für jeden einzelnen ist, entwickelte sich dieses Thema unmittelbar zu einem möglichen Arbeitsschwerpunkt der Jusos in Eschweiler, vor allem mit Blick auf einen gerechten (Mindest)Lohn als Voraussetzung für „gute Arbeit“. Dementsprechend gründeten sich noch auf der Klausurtagung in Mendig gleich zwei Arbeitskreise, die sich dem Thema „gute Arbeit“ verschrieben: Der „AK Gute Arbeit“ sowie der „AK Mobiler Infostand“.

Ersterer sollte das Thema inhaltlich aufbereiten und Konzepte für öffentliche Projekte erarbeiten, wohingegen letzterer den Gedanken der „guten Arbeit“ direkt im Juso-Stadtverband ausleben sollte, indem er ein lang gehegtes Projekt in gemeinschaftlicher Arbeit verwirklichte, nämlich den Bau eines fahrbaren Infostands für Kundgebungen und Wahlkämpfe der Jusos. Auf diesem Wege sollte das Stichwort Gute Arbeit für die Eschweiler Jusos nicht nur zum inhaltlichen Gegenstand einer Reihe von Projekten werden, sondern ebenfalls zum Motto ihres gesamten kommunalpolitischen Engagements zu diesem Thema.

Der „AK Mobiler Infostand“ fand sich kurz nach der Klausurtagung an mehreren Wochenenden ein, um in eigenständiger Arbeit aus Bauholz, Schrauben und Leim einen fahrbaren Infostand nach dem Vorbild von Bollerwagen zu bauen. Dabei wurde zunächst ein lenkbarer Unterbau angefertigt, auf den einen Aufbau angepasst wurde, der (mit Türen, Regalböden und einer Auslagefläche wie bei eine Kommode versehen) je nach Bedarf vom Unterbau getrennt aufgestellt werden kann. Präsentiert wurde der mobile Infostand, für der sich der liebevolle Name „Mobi“ fand, auf der nächsten öffentlichen Juso-Aktion des Jahres, d.h. während der jährlichen Ostereieraktion in der Eschweiler Innenstadt.

Zeitgleich hierzu entwickelte der „AK Gute Arbeit“ zwei Projekte zur öffentlichen Präsentation des Themas. Als zwei wesentliche Aspekte „guter Arbeit“ wurden hierbei die Ausbildungsschieflage sowie der Mindestlohn ins Visier genommen. Im Rahmen der alljährlichen Maikundgebung, die mit dem Stadtfest „Jugend rockt“ anlässlich des 150. Stadtjubiläums Eschweilers zusammenfiel, wurde deshalb unter den Passanten mit Hilfe von „Ausbildungsplätzchen“ in Form von Keksen als erstes auf die anhaltend schwierige Situation auf dem Ausbildungsmarkt aufmerksam gemacht.

Für die von den Jusos wiederkehrend organisierte Informations- und Diskussionsveranstaltung „Auf den Punkt.“ wurde vom „AK Gute Arbeit“ das Thema „Mindestlohn“ vorbereitet. Für eine fachkundig fundierte Gesprächsrunde in aller Öffentlichkeit lud der Arbeitskreis die Herren Rainer Schmeltzer (MdL und arbeitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion), Wilfried Hass (Rechtsanwalt und Vertreter der Vereinigten Unternehmerverbände Aachen) und Ludger Bentlage (Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten) ein. Die Veranstaltung fand sowohl bei Referenten im Podium als auch bei den Gästen im Parkett durchweg positive Resonanz und trug dazu bei, das umstrittenen Thema „Mindestlohn“ sowohl aus Sicht der Politik als auch aus Sicht der Arbeitnehmer und Arbeitgeber sehr differenziert darzustellen, wozu die abschließende Diskussion mit dem Publikum zusätzlich beitrug.

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