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EN / EZ: Auch «auf Limo» kann man prima feiern

Von: Jusos Eschweiler 17. November 2008 Keine Kommentare

Die EN /EZ berichteten am 12.11.2008 über die Anti-Sucht-Party am Schulzentrum Stadtmitte in Eschweiler, die die Mobile Jugendarbeit der Stadt Eschweiler im Rahmen von Generation Jugend – Du hast die Wahl – in Zusammenarbeit mit den Jusos Eschweiler und der Hauptschule Stadtmitte organisierte.

Wir zitieren einen Bericht von Tobias Röber.

Eschweiler. Es ist ein ungewöhnliches Bild an diesem Abend. Die Aula der Hauptschule Stadtmitte ist in immer wechselndes Neonlicht getaucht und von allen Seiten huschen Schüler um die Ecke. Freiwillig und das an einem Wochenende.

Spaß mit ernstem Hintergrund: Astrit Beqa testet die Rauschbrille, die den Blick eines Betrunkenen simuliert. Bild: Tobias Röber EN / EZSie haben aber alle einen guten Grund: In Kooperation mit der Mobilen Jugendarbeit sowie den Jusos hat die Schule zur «Anti-Drogen-Nacht» eingeladen.

Ein wenig ungewiss warten der Mobile Jugendarbeiter Olaf Tümmeler, die Juso-Vorsitzende Marion Haustein und der allseits beliebte Schul-Hausmeister Wolfram Markus sowie ihre zahlreichen fleißigen Helfer am Eingang. «Mal sehen wie es wird», sagt Markus, und Tümmeler ergänzt: «Es ist ein Pilotprojekt.»

Nur einige Minuten später blicken alle zufrieden auf die Tanzfläche, auf der sich die Jugendlichen so richtig austoben. Mittendrin auch Astrit Beqa, Melaw Abbas (beide 16 Jahre alt) und Uthai Khonnguluam (15). «Ich gehe immer auf Partys, ohne Alkohol zu trinken», betont Astrit Beqa. Damit das so bleibt steht an diesem Abend vor allem eines im Vordergrund: Aufklärung.

Uthai Khonnguluam versucht es als einer der ersten. Der 15-Jährige torkelt von rechts nach links und scheitert wie fast alle anderen auch an der Aufgabe. Er ist aber nicht etwa betrunken, Uthai Khonnguluam trägt eine Rauschbrille, die den Blick eines Betrunkenen simuliert.

«Das ist echt krass. Man merkt, dass man nicht mehr alles kann», gesteht er nach dem Parcours ein, schüttelt sich einmal und wendet sich dem Kickertisch zu, den die Mobile Jugendarbeit stets dabei hat und der vor allem bei den Jungs immer gut ankommt. Schnell bildet sich eine große Traube um den Tisch, die Jugendlichen feuern lautstark an. Astrit Beqa macht derweil aus seinem Rauschbrillenparcours einen großen Auftritt. Er tanzt in Richtung der ersten Pylone – seine Schulkameraden finden´s klasse. Aber auch er scheitert und rennt gegen die Hindernisse.

Um den Jungen und Mädchen die Gefahren von Alkohol und Drogen zu verdeutlichen, liegt jede Menge Informationsmaterial aus.

«Mir gefällt es hier richtig gut, weil alle super drauf sind.» Und drauf heißt in diesem Fall nicht, dass die Jugendlichen «auf Drogen oder Alkohol sind». Bei der Party gibt es selbstredend nur anti-alkoholische Getränke. Und auch «auf Cola und Limo» stürmen die Hauptschüler sofort auf die Tanzfläche. DJ Sebastian Klinkenberg heizt aber auch ordentlich ein.

Aber wieso eigentlich ein solches Fest? Marion Hausteins Erklärung ist einfach: «Wir wollten eine Party mit Inhalt veranstalten. Sie sollte aber nicht politisch sein, weil das die Jugendlichen nicht anzieht.» Also hat die Juso-Vorsitzende den Mobilen Jugendarbeiter Oliver Krings angesprochen und so kam der Stein ins Rollen.

Das Pilotprojekt ist den Machern gelungen und soll auch auf andere Schulen ausgedehnt werden.

«Die Jugendlichen werden eine Menge mitnehmen. Sie erkennen, dass man auch ohne Alkohol und Drogen Spaß haben kann», ist Olaf Tümmeler sicher.

«Einen schönen Abend ohne Alkohol und Drogen», hatte sich Tümmeler vorab gewünscht. Er hat ihn bekommen und setzt darauf, dass er sich durch Mund-zu-Mund-Propaganda weiter verbreitet. Und eines ist sicher: Fortsetzung folgt …

Generation Jugend – Du hast die Wahl

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