Ausbildungspakt wirkt nicht!
Zu den Ergebnissen der Ausbildungsplatz-Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) erklären die Juso-Bundesvorsitzende Franziska Drohsel und der stellvertretende Juso-Bundesvorsitzende Ralf Höschele:
Die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze wird in Folge der Wirtschaftskrise in diesem Jahr voraussichtlich deutlich zurückgehen. Das zeigt: Der Ausbildungspakt wirkt nicht. Die Betriebe bilden vor allem nach kurzfristigen Erwägungen aus, eine längerfristige Planung des Fachkräftebedarfs findet oftmals nicht mehr statt. Die Unternehmen sparen kurzfristig zu Lasten der Zukunft junger ausbildungssuchender Menschen. Schon jetzt wird der nächste Fachkräftemangel für die Zeit nach der Wirtschaftskrise geschaffen.
Das berufliche Ausbildungssystem muss unabhängiger von der konjunkturellen Entwicklung werden. Wir Jusos fordern für jede Schulabgängerin und jeden Schulabgänger ein Recht auf Ausbildung und eine verbindliche solidarische Finanzierung der betrieblichen Ausbildung zugunsten der ausbildenden Betriebe. Unverbindliche Absichtserklärungen wie der Ausbildungspakt helfen den Ausbildungsplatzssuchenden in der Wirtschaftskrise nicht weiter.
[jusos.de]





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