Eschweiler Jusos über die Täuschung bei konservativer Online-Befragung empört
Die Täuschung der Eschweilerinnen und Eschweiler durch die hiesige CDU kommentieren Marion Haustein und ihr Juso-Vorstand wie folgt:
“Es ist nicht nur bedauerlich, sondern empörend, dass die Eschweiler Konservativen die Öffentlichkeit mit gefälschten Umfrageergebnissen täuschen wollen. Unsere Bürgerinnen und Bürger erwarten von Politikern einen ehrlichen Umgang mit ihnen. Derartige Manipulationen gefährden das Ansehen der Politik, da sie dem Politikverdruss Vorschub leisten. Aus unserer Sicht ist eine Stellungnahme und eine Entschuldigung der Parteiführung der CDU Eschweiler gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern bezüglich der vorgetäuchten Umfragergebnisse angebracht.”
Wie diese Ergebnisse zustande gekommen sein könnten, erläutert Oliver Liebchen, der als Betreuer der Internetseiten der Eschweiler Jusos regelmäßig beobachtet, wie viele Internetbenutzer durchschnittlich die sozialdemokratischen Seiten in Eschweiler besuchen:
“Ausgehend von wohl vergleichbaren Besucherzahlen können diese Umfragwerte nur auf zwei Arten zustande gekommen sein: Entweder haben hier CDU-Mitglieder koordiniert abgestimmt, oder die Zahlen wurden direkt verändert. Offensichtlich ist, dass -wie auch immer die Abstimmungs- ergebnisse zu Stande gekommen sind- die Online-Befragung von den Betreibern der Seite verfälscht wurden. Anders scheint die Tatsache nicht erklärbar, dass sich die Umfragewerte binnen weniger Stunden derart einseitig verändert haben.”
Zu dieser manipulativen Form der Beeinflussung der Öffentlichkeit merkt Juso-Pressesprecher Wilhelm Haustein ergänzend an:
“Es ist ungeheuerlich, dass man auf die eine oder die andere Weise die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt zu täuschen versucht, da dies nichts mit seriöser Öffentlichkeitsarbeit tun hat. Der Betrug am Bürger darf kein Mittel politscher Arbeit sein. Hierfür stehen wir als Eschweiler Jusos ausdrücklich ein und haben dies im Rahmen unserer transparenten Bürgerbefragung zum Bau des Einkaufszentrums am Langwahn bereits bewiesen; denn für uns ist bei Bürgerbefragungen der persönliche Kontakt mit den Menschen auf der Straße das wichtigste Instrument, um die Meinung in der Öffentlichkeit einzuholen.”
Abschließend gibt Marion Haustein zu bedenken:
“Bisher haben die Eschweiler Konservativen ihre Umfragen, mit denen sie im Kommunalwahlkampf wohl auf den augenscheinlichen Willen der Bevölkerung verweisen wollen, stets online durchgeführt. Nach der Aufdeckung des manipulierten Umfrageergebnis ist unserer Meinung nach davon auszugehen, dass auch bei den anderen Umfragen zu Gunsten der Union manipuliert wurde – ungeachtet der Tatsache, dass konkrete Ergebnisse bislang nie bekannt gemacht wurden. Insgesamt ist also die Behauptung der Eschweiler CDU, sie vertrete die öffentliche Meinung, aus Sicht der Jusos mehr als fragwürdig.“





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