Stolberg setzt ein klares Zeichen gegen Rechts
Letztes Jahr im April haben die Nazis nach einem vermeidlichen Trauermarsch angekündigt, diesen fortan jedes Jahr in Stolberg abzuhalten. In diesem Jahr, am 04.04. sollte es wieder soweit sein. Aber die Stadt Stolberg war schneller. Ihr Bürgermeister Ferdi Gatzweiler (SPD) meldete in der gesamten Innenstadt, auf allen Plätzen, Veranstaltungen an, um die Neonazis wenigstens aus dem Kern Stolbergs heraus halten zu können.
Ein breites Bündnis aus Parteien, Organisationen, Gewerkschaften sowie Bürgerinnen und Bürgern aus der ganzen Region zeigten ihre Bereitschaft an diesem ‚politischen Stadtfest‘ teilzunehmen, um ein klares Zeichen gegen Rechts zu setzen. Auch die Jusos haben ihre Solidarität mit den Bürgerinnen und Bürgern Stolbergs bekundet und sind bei dem Demonstrationszug durch die Innenstadt mitgegangen. Insbesondere die Partizipation von überregionalen Jusos sowie Bürgerinnen und Bürgern hat verdeutlicht, dass das Engagement gegen Rechtsextremismus und für unsere Demokratie wichtiger denn je ist. Insgesamt demonstrierten mehr als 2500 Menschen friedlich in Stolberg.
Den Rechten blieb nichts anderes übrig, als ihre fremdenfeindlichen Parolen auf einer abgelegenen Demonstrationsstrecke zu grölen. Sie waren bereits am Vorabend mit einem Fackelmarsch durch die Innenstadt marschiert, am 04.04. kamen rund 500 Neonazis. Verspätet marschierten diese, unter ihnen auch Axel Reitz, durch Unter-Stolberg und kündigten bereits an, dieses Jahr noch einmal nach Stolberg zu kommen sowie in den folgenden Jahren den vermeidlichen Trauermarsch und einen Fackelmarsch abzuhalten.
Trotz der überwältigenden Partizipation von Menschen aus Stolberg und auswärts an den Kundgebungen und Protestzügen in der Innenstadt, ist der Kampf gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus noch lange nicht vorbei. „Es ist wichtig nicht nur auf großen Kundgebungen gegen Rechts zu sein. Das müssen wir jeden Tag leben und überall Zivilcourage zeigen“ resümiert Susanne Kubiak, Mitglied im Juso-Landesvorstand.
Selbst wenn die Nazis wieder nach Stolberg kommen sollten, sie würden erneut auf einen breiten Widerstand der Stadt, der Bürgerinnen und Bürger und der Jusos stoßen.





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