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EN/EZ: Genossen stellen die Weichen im Wahlkampf

Von: Jusos Eschweiler 18. Mai 2009 Keine Kommentare

Wir zitieren die EN/EZ vom (Stefan Herrmann) vom 18.05.2009:

Eschweiler. An Selbstbewusstsein mangelt es Eschweilers Sozialdemokraten nicht. Mit reichlich Rückenwind will sie in die nächste Etappe des Kommunalwahlkampfs gehen. Denn mit ihrem Wahlprogramm, so versichert die SPD, treffe sie den Nerv der Bürger und stelle die richtigen Weichen für die Zukunft der Indestadt.

„In Eschweiler zu Hause“ nennt sich das 33 Seiten starke Werk, das am Freitagabend von 77 Delegierten im Kulturzentrum Talbahnhof einstimmig verabschiedet wurde. Dem voraus war eine monatelange Dialogkampagne gegangen, die die Wünsche und Bedürfnisse der Eschweiler Bürger aufschnappen wollte. Am 30. August entscheidet dann der Wähler an der Urne, welchen politischen Zielen er seine Stimme gibt.

„Wir haben die jüngste Vergangenheit, in der unsere Stadt und unsere Arbeit über fünf Jahre vom politischen Mitbewerber schlecht geredet wurde, gut genutzt. Wir haben unsere Zeit in den Dialog mit den Menschen investiert“, begrüßte SPD-Stadtverbandsvorsitzender Stefan Kämmerling mit reichlich Wahlkampfgetöse die Genossen im Talbahnhof. Auch wenn sich Bürgermeisterkandidat Rudi Bertram in seinem Grußwort angesichts der derzeitigen Krise davor hütete, vollmundige Wahlversprechen zu geben, haben die Sozialdemokraten ein ganzes Aufgabenpaket geschnürt, das sie in der kommenden Legislaturperiode anpacken möchten.

Bildung und Beschäftigung

Vor einem Jahr kam die Ideenschmiede der SPD unter Leitung von Ratsherr Peter Gartzen zusammen. Anfang Februar wurde das Programm nach hunderten Rückmeldungen und Anregungen aus der Bevölkerung im kleinen Kreis verabschiedet. Anschließend ging es für die siebenköpfige Gruppe mit Leo Gehlen (Ausbildung, Arbeit, Wirtschaft), Dietmar Schultheis (Schule und Bildung), Thomas Ladwig (Jugend und Familie), Stepahn Löhmann (Soziales und Generationen), Helen Weidenhaupt (Kultur), Ottmar Krauthausen (Sport und Freizeit) und Peter Kendziora (Stadtentwicklung und Umwelt) an die konkrete Ausarbeitung.

Es ist die Trias aus Betreuung, Bildung und Beschäftigung, die das Wahlprogramm ausmacht. So strebt die SPD eine stärkere Kooperation von Handwerk und Schulen an. Auch ein Ausbildungsverbund, bei dem beispielsweise drei Unternehmen zwei Auszubildende betreuen, könne laut Gehlen ein Mittel gegen die zu hohen Zahlen bei der Jugendarbeitslosigkeit sein.

„Auch an Eschweiler wird der Kelch der Arbeitslosigkeit aufgrund der momentanen Krise nicht vorbeigehen“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende. Neben Stärkung und Ausbau der Gewerbestandortes soll auch die Kinderbetreuung weiter vorangetrieben werden.

Höchste Priorität habe zudem die Sanierung der nördlichen Innenstadt. „Wir stehen hier bereits im Rahmen eines Workshops in engem Kontakt zum Citymanagement und zu den ansässigen Händlern“, verspricht Gehlen volle die Unterstützung der SPD beim derzeitigen Sorgenkind der Indestadt. Unumgänglich, ergänzte Peter Kendziora, sei es, „über eine Rückführung der Indestraße und damit über eine städtebaulich anspruchsvolle Verbindung der südlichen und der nördlichen Innenstadt nachzudenken.“

Des Weiteren möchte die SPD, dass alle weiterführenden Schulen Schulsozialarbeiter erhalten. „Die Kosten für Lehr- und Lernmittel sowie entstehende Fahrtkosten dürfen kein Bildungshindernis sein“, heißt es im Wahlprogramm. In einem „Zentrum für Arbeit und Soziales“ soll die „Bündelung von Beratungskompetenz unter einem Dach“ (ARGE, Arbeitsagentur, Schuldnerberatung, Sozialberatung, Suchthilfe usw.) realisiert werden.

Um die angespannte Sporthallen-Situation zu entschärfen, planen die Sozialdemokraten mittelfristig eine Erweiterung der Halle an der Realschule Patternhof. (sh)

[spd-eschweiler.de]

Bilder vom Parteitag im Fotostream der SPD Eschweiler auf flickr.com.

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